Tägerigerstrasse 2, CH-5524 Nesselnbach AG
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Kompostierung

Grünmaterial wird auf der Anlage an verschiedenen Orten abgeladen: Grüngut aus Abfuhren, Rasen, Gras, Landschaftspflegeholz, Gemüseabfälle, Tiermist und Wurzelstöcke. Material welches sich zur Biogasproduktion eignet, wird für die Recycling Energie AG aufbereitet und wandert in die Fermenter. Holziges Material wird zu Energieholzschnitzeln verarbeitet und in Heizkraftwerke transportiert.


Kompostierbares Material wird von Fremdstoffen wie Steinen, Kunststoffen oder Metallen befreit. Sobald all diese unerwünschten Fremdstoffe aussortiert sind, wird das Material geschreddert und gemischt. Das zerkleinerte Material wird anschliessend in die topmoderne Kompostierhalle gefüllt. Um den Prozess beschleunigen zu können, wird dem Grüngutgemisch Reifekompost zugefügt.


Eingefüllt in den Kompostierboxen wird das Grüngut während sechs bis zwölf Wochen vollautomatisch gewendet, belüftet sowie be- und entwässert. Temparatur, Feuchtigkeit und Sauerstoffgehalt in der Rotte werden regelmässig gemessen um sie richtig lenken zu können.


Nach etwa zwei Monaten wird der Kompost der Halle entnommen und über die Siebanlage geschickt. Wir können Kompost, je nach Verwendungszweck: 15, 20, 40 und 80mm absieben. Wertvoller organischer Dünger ist entstanden: Kompost! Etwa 70% des produzierten Komposts wird in der Landwirtschaft als Grunddünger eingesetzt. Die restlichen 30% werden im Gemüsebau, Gartenbau oder in Privaten Gärten eingesetzt. Der Kreislauf ist somit geschlossen.

Power für ge­sun­de Bö­den

Wer ist Ihr pa­ten­ter Freund im Gar­ten, wer ist Ihr viel­sei­ti­ger Ge­hil­fe in der Land­wirt­schaft? Qua­li­täts­kom­post. Kom­post ist nicht nur Dün­ge­mit­tel. Er hat noch vie­le an­de­re Wir­kun­gen, die den Bo­den ver­bes­sern und die Bo­den­frucht­bar­keit er­hö­hen.

Kom­post als Me­di­zin für Pflan­zen

In Qua­li­täts-Kom­post aus ae­ro­ben Pro­zes­sen, ent­ste­hen so­gar Ab­wehr­mit­tel ge­gen pflanz­li­che Krank­heits­er­re­ger. Hemm­stof­fe und na­tür­li­che Ge­gen­spie­ler von Krank­hei­ten füh­len sich in „Rot­te-Kom­post“ wohl und wir­ken als na­tür­li­ches Pflan­zen­schutz­mit­tel, vor al­lem ge­gen krank­heits­er­re­gen­de Bo­den­pil­ze. Un­ter­su­chun­gen der For­schungs­an­stalt Wä­dens­wil ha­ben das z.B. an­hand des Him­beer­wur­zel-Ster­bens un­ter­sucht und be­stä­tigt.

Krü­mel für Frucht­bar­keit

Im Darm von Bo­den­ma­kro­or­ga­nis­men, haupt­säch­lich Wür­mern, wer­den im Zu­ge der Hu­mi­fi­zie­rung Kü­mel ge­bil­det. Die­se sind von Bak­te­ri­en be­sie­delt und ent­hal­ten ein fei­nes Sy­stem von Po­ren, die mit Luft und Was­ser ge­füllt sind. Die fei­nen Wur­zeln Wur­zel­haa­re der Pflan­zen neh­men in di­rek­tem Kon­takt mit Krü­mel den aus den Hum­in­stof­fen mi­ne­ra­li­sier­ten Stick­stoff auf.

Kom­post ist Hu­mus­spen­der

Or­ga­ni­sche Re­ste, die von Bo­den­le­be­we­sen um­ge­wan­delt wer­den, wer­den als Hu­mus be­zeich­net. Hu­mus wird im Bo­den stän­dig neu pro­du­ziert. Kom­post er­neu­ert und er­höht den Hu­mus­an­teil im Bo­den. Hu­mus ist der ent­schei­den­de Fak­tor der Bo­den­frucht­bar­keit. Der Stick­stoff, der in den Hum­in­stof­fen fest­ge­legt ist, bil­det das Stick­stoff­re­ser­voir des Bo­dens und dient den Pflan­zen als Nah­rung.

Die rich­ti­ge Pflan­zen-Di­ät

Qua­li­täts­kom­post ist ein op­ti­ma­ler Pflan­zen­dün­ger. Er ist um­welt­freund­lich und kann im Haus­gar­ten, in der Land­wirt­schaft oder in der Pro­fi-Gärt­ne­rei ein­ge­setzt wer­den.

Nahr­haft und ge­sund

Kom­post ent­hält wert­vol­le Nähr­stof­fe in pflan­zen­ver­träg­li­cher Form. Ein Dün­ger aus der Na­tur für die Na­tur, ide­al für den Haus­gar­ten. Kom­post ist ein phos­phat- und ka­li­rei­cher Dün­ger, mit mitt­le­rem Stick­stoff­ge­halt. Für stark zeh­ren­de Pflan­zen mit ho­hem Stick­stoff­be­darf eig­net sich ein Stick­stoff­dün­ger.

Um­welt­freund­li­cher Dün­ger mit Tra­di­ti­on

Auch in der Land­wirt­schaft und pro­fes­sio­nel­len Gar­ten­wirt­schaft kann Kom­post her­vor­ra­gend als um­welt­freund­li­ches Dün­ge­mit­tel ein­ge­setzt wer­den. Kom­post ist be­son­ders Grund­was­ser scho­nend. Auf land­wirt­schaft­li­chen Be­trie­ben ist es wich­tig, die be­triebs­ei­ge­ne Nähr­stoff­bi­lanz zu ken­nen um Kom­post ent­spre­chend die­ser Be­darfs­ana­ly­se ein­zu­set­zen. Land­wirt­schaft­li­che Dün­ger­be­ra­ter hel­fen In­ter­es­sier­ten bei Fach­fra­gen wei­ter.

Die rich­ti­ge Do­sis für per­fek­tes Wachs­tum

Faust­re­gel: 3 - 4 Li­ter Kom­post pro Qua­drat­me­ter (ent­spricht 3 - 4mm). Für ein ty­pi­sches Beet mit 4m2 reicht al­so ein 10 Li­ter Kes­sel Kom­post.

  • Ge­mü­se stark zeh­rend: 4-6 Li­ter/m2
  • Ge­mü­se mit­tel zeh­rend: 2-3 Li­ter/m2
  • Ge­mü­se schwach zeh­rend: 1-2 Li­ter/m2
  • Ra­sen/Wie­sen: 1-2 Li­ter/m2
  • Blu­men­ra­bat­ten: 2-3 Li­ter/m2
  • Neu­an­la­gen: max. 40Li­ter/m2 (ein­ma­lig)

Im Kreis­lauf der Na­tur

Im na­tür­li­chen Kreis­lauf sind Auf­bau- und Ab­bau­pro­zes­se von or­ga­ni­schem Ma­te­ri­al Ba­sis al­len Le­bens. Beim Kom­po­stie­ren wird Grün­gut zu wert­vol­lem Kom­post. Der na­tür­li­che Stoff­kreis­lauf schliesst sich.

Die Na­tur kennt kei­nen Ab­fall

Seit Jahr­mil­lio­nen funk­tio­niert in der Na­tur der per­fek­te Kreis­lauf zwi­schen Auf­bau und Ab­bau von le­ben­di­ger or­ga­ni­scher Ma­te­rie. Pflanz­li­che und tie­ri­sche Re­ste wer­den durch spe­zi­el­le Le­be­we­sen und phy­si­ka­li­sche Pro­zes­se in Kom­post ver­wan­delt, der als Bo­den­ver­bes­se­rer und Nähr­stoff­lie­fe­rant den le­ben­di­gen Pflan­zen dient, die wie­der­um der Tier­welt und den Men­schen als Le­bens­mit­tel zur Ver­fü­gung ste­hen.

Grün­gut ist kein Ab­fall - Kom­po­stie­ren statt Ver­bren­nen

Aus Grün­gut wird hier auf der Kom­po­stier­an­la­ge Kom­post. Qua­li­täts­kom­post ist das wert­vol­le End­pro­dukt, das am En­de die­ses Pro­zes­ses steht und dem ewi­gen Kreis­lauf der Na­tur wie­der­um als Bo­den­ver­bes­se­rer und Dün­ge­mit­tel zu­ge­führt wer­den kann. Wie­so soll­te man ei­nen kost­ba­ren, le­ben­di­gen Roh­stoff ver­bren­nen?

Nach dem Vor­bild der Na­tur

Auch im Wald wird das Herbst­laub je­des Jahr in wert­vol­len Hu­mus um­ge­wan­delt. Die dün­ne Laub­schicht ga­ran­tiert ge­nü­gend Luft­zu­fuhr, die Bo­den­le­be­we­sen sor­gen für die nö­ti­ge bio­lo­gi­sche Ak­ti­vi­tät. Der schwar­ze Wald­bo­den zeigt den ho­hen Hu­mus­ge­halt. Die Nähr­stof­fe blei­ben im Sy­stem er­hal­ten.